Drehen wir die Zeit zurück ...

In Teil 3 unserer Interviewreihe "Fragen die das Azubiherz bewegen" wird die Zeit während der Ausbildung reflektiert. Was waren Höhepunkte und Tiefpunkte. Und um das wichtigste nicht zu vergessen, wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Was habt Ihr mit eurem ersten Ausbildungsgehalt gemacht?

TB: Oh, ich glaube, ich habe mir von meinen ersten Gehältern einen neuen PC gekauft.

MST: Meine erste Miete gezahlt. Vorher hatten das meine Eltern übernommen und ich war sehr stolz jetzt so selbstständig zu sein, dass ich das übernehmen konnte.

Wenn Ihr die Möglichkeit hättet, etwas in der Ausbildung anders zu machen, würdet Ihr es machen und wenn ja was?

TB: Bei mir gibt es nicht viel was ich ändern würde. Ich würde mich vielleicht etwas mehr in der Schule anstrengen, aber ansonsten würde ich nichts anders machen. 

MST: Ich persönlich orientiere mich am liebsten an einem Konzept mit rotem Faden. Das war für Docware anfangs etwas schwierig, da ich der erste Auszubildende in der Anwendungsentwicklung war. Aber ich denke wir haben jetzt einen guten Pool an Übungsaufgaben und Lerninhalten erarbeitet, so dass die Ausbildung eine fordernde und kreative darstellt.  

Was hat Euch am meisten Spaß gemacht?  

TB: Da muss ich nochmal kurz drüber nachdenken. Am Anfang musste ich viel mit PC’s machen und dann ging es auf die Server über und das war wesentlich spannender.

MST: Da ich der erste Ausbildungsjahrgang für Anwendungsentwicklung bei Docware war, war das Konzept leider noch nicht ganz ausgereift. Das hat mich einerseits gestört, hat mir aber andererseits viel Freiraum für Eigenentwicklungen geschaffen. Ich konnte meiner Kreativität freien Raum lassen und selbstständig Tools programmieren. Das hat wirklich Spaß gemacht.

Gab es etwas das Euch gestört hat oder Aufgaben auf die Ihr gar keine Lust hattet?

TB: Nicht wirklich. An den typischen "Azubi-Aufgaben" kommt man nicht vorbei, wie Kartonage oder Kleinigkeiten auf die andere wenig Lust haben. Aber da steht man drüber und im Laufe der Ausbildung wird es immer weniger.

MST: Anfangs war es schwierig mir als Neuling im Bereich Anwendungsentwicklung die richtigen Lerninhalte zu vermitteln. Deshalb gab es ab und zu Leerlaufzeiten, in denen man sich selbst Aufgaben suchen musste. An eine Sache erinnre ich mich noch ganz gut, das war im ersten oder zweiten Jahr. Da haben wir auf ein Release hingearbeitet und es wurde richtig knapp, da musste ich zwei, drei Wochen in der technischen Dokumentation aushelfen. Persönlich hat mir das nicht gefallen, da ich eine Ausbildung zum Fachinformatiker angestrebt habe und nicht zum Technischen Redakteur. Natürlich muss man in einer Ausbildung auch Aufgaben übernehmen, die einem nicht so gefallen. Dafür zeigen sich die Kollegen sehr dankbar, und man erhält die nötige Anerkennung, die einen weiter motiviert.

Habt Ihr euch in der Ausbildung manchmal unter- oder überfordert gefühlt?

TB: Keines von beiden, würde ich jetzt sagen. Natürlich hat man manchmal Leerlaufzeiten, und am Anfang der Ausbildung hat man nicht so viel Ahnung oder Erfahrung, aber das legt sich mit der Zeit.

MST: Überfordert ist hier der falsche Begriff. Am Anfang der Ausbildung wird man eher gefordert und das muss man annehmen und daraus lernen.

Gab es Momente in denen Ihr dachtet: "Na super. Das schaff' ich doch nie!“ oder sogar die Ausbildung abbrechen wolltet?

TB: Man weiß bei manchen Sachen, die werden ziemlich schwer, aber hier hat man immer Hilfe und Zeit zum Recherchieren bekommen. Irgendwann weiß man, dass man alles schaffen kann. Zu meinem Glück hatte ich auch noch Herrn Polke (IT) und Frau Dittmann (Support) auf deren Hilfe ich vertrauen konnte. Einen Abbruch habe ich nie in Erwägung gezogen.

MST: Beim Programmieren ist es natürlich unbefriedigend keine Erfahrung und Vorwissen zu haben. Aber da muss man sich reinbeißen und das Internet bietet so viel Recherchemöglichkeiten, da kann man sich auch selbst weiterhelfen. Oder man fragt Kollegen, die helfen einem auch weiter. Abbrechen kam für mich zu keiner Zeit in Frage.

Seid Ihr froh, dass Ihr die Ausbildung bei Docware und nicht wo anders angefangen habt?

TB: Auf jeden Fall! Ich war und bin zufrieden. Die Aussagen von Mitschülern in der Berufsschule über deren Betriebe haben mir nur verdeutlicht wie gut ich es hier getroffen habe.

MST: Ich habe jetzt keinen Referenzwert gegenüber anderen Softwarehäusern, aber kann es mir nicht besser vorstellen.

Seid Ihr froh das Eure Ausbildung zu Ende ist?

TB: Ja! Auf jeden Fall! Man bekommt mehr Geld, muss nicht mehr zur Schule und hat keine Prüfungen mehr. Das ist wesentlich besser.

MST: Da kann ich ihm nur zustimmen. Die Ausbildung hat schon Spaß gemacht, aber man ist einfach froh, wenn man endlich fertig ist.

Wie geht es dann weiter?

Wie geht es nach der Ausbildung weiter? Konntet Ihr das Gelernte aus Schule und Betrieb in den neuen Berufsalltag mitnehmen?

TB: Bei mir war nicht viel anders. Ich habe die Aufgaben weiter übernommen, die ich während meiner Ausbildung schon ausgeübt habe. Das Programmieren aus der Schule benutze ich heute größtenteils gar nicht mehr. Aber vernetzte Systeme und die Grundkenntnisse kann ich selbst heute noch gut gebrauchen.

MST: Lerninhalte werden weniger übernommen. Das Programmieren und Entwickeln erlernt man durch viel Übung und Erfahrung. Die eignet man sich nicht in der Berufsschule an, sondern nur, wenn man täglich damit zu tun hat. Nach der abgeschlossenen Ausbildung erhält man mehr Verantwortung und muss selbstständiger arbeiten.

Meint Ihr ein anderer Beruf würde euch genauso viel Spaß machen wie Euer aktueller?

TB: Das kann schon sein, bestimmt gibt es noch etwas Anderes. Aber dazu kann ich leider nichts sagen, da fehlen mir die Referenzwerte. Mir gefällt mein aktueller Beruf sehr gut und bislang hatte ich nicht die Möglichkeit und das Verlangen etwas Anderes auszuprobieren.

MST: Ich kann mir aktuell nichts Anderes vorstellen, mir macht das hier Spaß. Der Betrieb ist super, das Arbeitsklima ist top. Ich habe ja auch schon Referenzwerte, aufgrund meiner vorangegangenen Ausbildung. Deshalb kann ich das Arbeiten bei Docware wertschätzen. Hier hat man immer etwas zu tun und lernt nie aus, egal ob in der Systemintegration oder Anwendungsentwicklung.

Was wären Eure Tipps, die Ihr uns für die Ausbildung mitgeben könnt?

MST: Bei Leerlauf nicht ausruhen, sondern Eigeninitiative ergreifen! Sich selbst Aufgaben suchen oder fragen, es findet sich immer etwas.

TB: Immer schön in der Schule aufpassen!

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