Die Zukunft von Docware [Interview]

Teil 1: 30 Jahre - Rückblick und Ausblick

Die Reihe "Die Zukunft von Docware" ist ein Interview mit der Geschäftsführung. In drei Teilen werden die Vergangenheit aufgearbeitet, die Gegenwart analysiert und Zukunft skizziert. Mit diesem Interview möchten wir unseren Bestandskunden, Partnern und auch Mitarbeitern unsere Wertschätzung und gewonnene Stärke durch die gemeinsame Zusammenarbeit zeigen. Ihnen Danken und einen Ausblick geben.

Im ersten Teil der Reihe sprechen wir über die Entwicklung von Docware in den letzten 30 Jahren.

Wie hat sich Docware in den letzten 30 Jahren verändert?

Hofmeister:
Grundsätzlich und umfassend. (Lacht) Die Veränderungen sind vor allem nachvollziehbar in der steigenden Mitarbeiter- und Kundenzahl. Zudem sind wir heute auf ein Kernthema spezialisiert und fokussiert – interaktive Ersatzteilkataloge und Service-Informationssysteme – das war uns vor 30 Jahren noch völlig unbekannt. Auch Kunden international zu bedienen und begleiten war vor 30 Jahren noch ein Wunsch den wir in die Realität umgesetzt haben.

Deifel:
Hauptsächlich hat sich Docware thematisch verändert indem wir uns auf das Management von Ersatzteilen spezialisiert haben. Früher wollten wir ein sehr breites Spektrum anbieten. Nach der Fokussierung auf das Thema Ersatzteilkataloge ging es stetig bergauf.

1987 – 1990
1991-1994
1995-1999
2000-2001
2002-2005
2006-2011
2012 - heute

1987 – 1990

Gründung und Vertrieb, Schulung und Doku Interleaf

Docware begann in Deutschland als bedeutender Händler und Schulungsanbieter. Erste Software-Entwicklungen entstanden im Interleaf-Umfeld. Diese waren über viele Jahre wichtigster Umsatzträger.

  • 1987 Gründung Docware durch Hr. Hofmeister und Hr. Deifel
  • 1989 Softwareentwicklung im Umfeld von Interleaf: Konverter, TEXTract, INput (Unix-Plattformen)
  • 1990 Erste Version des Dokumenten-Management-Systems DMS, erstes eigenes CRM-/ERP: "DDB"

1991-1994

Eigenentwicklung Dokumentenmanagementsystem 1 und 2

Aufbau von Know-how im Bereich Datenbanken und Client-Server-Architektur

  • 1992/93 Neue Version des Dokumenten-Management-Systems DMS 2.0 und Projektaufträge mit DMS
  • 1992 - 99 Aufbau einer breiteren Kundenbasis mit circa 50 Kunden - Docware wird als Lösungsanbieter bekannt. DMS 2 wird neuer Umsatzträger nach Ablöse von Interleaf

1995-1999

Einstieg in das Thema Ersatzteilkataloge

Erkennen der Marktlücke und Entwicklung des ersten eigenen elektronischen Ersatzteilkatalogs ETK

  • 1996/97 Erstellung der ersten Docware Homepage und Einstieg in das Thema elektronische Ersatzteilkataloge
  • 1998/99 Beginn der Eigenentwicklung elektronischer Ersatzteilkataloge: Erfahrungsaufbau, Einstieg in Entwicklung mit Delphi - besseres Verhältnis Aufwand zu Ertrag bei circa 10 Kunden

2000-2001

Strategiewechsel: Von Dokumentenmanagement zu elektronische Ersatzteilkataloge

Frühzeitiger Einstieg in die Marktlücke: Docware war erster Anbieter eines leistungsfähigen Standardprodukts "Out of the box". Mit dem E-Service-Shop, den ersten Versionen der Standard-Software für elektronische Ersatzteilkataloge akquirierte Docware circa 50 Kunden.

  • 2001 Entwicklung des bis heute existierenden PARTS-Shops: ein B2B Shop-System speziell für den Verkauf von Ersatzteilen - geeignet für mittlere Firmen ohne eigene Shop-Lösung
  • Redesign auf neuer Technologiebasis seit 2014

2002-2005

Docware wird international

  • 2002 Beginn des Vertriebs außerhalb des deutschsprachigen Raums
  • 2003 PARTS-Service-Shop: Ausbau zur professionellen Lösung als Basis für den internationalen Einsatz sowie anspruchsvollere Projekte; Docware erreicht dabei eine Kundenzahl von circa 150
  • 2005 Erster Großauftrag aus dem Ausland

2006-2011

PARTS-PUBLISHER als marktführendes Standardprodukt

PARTS-PUBLISHER wird die Basis zur Realisierung komplexer Großprojekte

  • 2006 Docware wird erster Vertriebspartner von Lattice Technology in Deutschland (Lattice 3D XVL) und damit erster Anbieter von Ersatzteilkatalogen mit XVL-Integration
  • 2010 Beginn der Realisierung Katalog Online und Katalog Offline (auf Basis der Programmiersprache Java)
  • 2011 Entwicklung des Produktkonfigurators - eine Standard-Software für die Konfiguration von variantenreicheren Produkten, geeignet für mittlere Firmen

2012 - heute

25 Jahre Docware

Umzug der Firma in neue Büroräume im Eckart Plaza Fürth (Kaiserstraße)

  • 2012 Ersatzteilkataloge können nun auch auf Tablet-PCs und Smartphones genutzt werden
  • 2013 Release 6 von PARTS-PUBLISHER und PPSync - vollautomatisierte Aktualisierung von Internet Katalogen und Tablet Katalogen
  • 2014 Erste Version Katalog Online und Katalog Offline, Redesign PARTS-Shop
  • 2015 Expansion von Docware mit neuer Führungsstruktur und zusätzlichen Büroräumen

Hat das Unternehmen Sie persönlich beeinflusst? Und Ihr Verhalten zur Arbeit?

Heinz-Werner Hofmeister, Jürgen Deifel
Geschäftsführer Docware GmbH

Deifel:
Ich bin sehr jung dazu gekommen Geschäftsführer zu sein. Docware ist deshalb ein wichtiger Teil meines Lebens geworden. Der Prozess war lang und steinig, von dem Nicht-Wissen was es bedeutet eine Firma zu haben und zu leiten, hin zu dem Bewusstsein, wie viel Verantwortung damit zusammenhängt und wie man damit umzugehen hat. Das war für mich persönlich die stärkste Veränderung über die Zeit.

Hofmeister:
Natürlich beeinflusst mich Docware jeden Tag in meiner Arbeit. Ich lerne jeden Tag dazu, ob fachlich, organisatorisch oder inhaltlich. Auch persönlich beeinflusst mich Docware. Früher hat man Entscheidungen spontan getroffen, jetzt werden Entscheidungen geplant, Ziele formuliert und entsprechend umgesetzt. Es ist ein Unterschied ob man als 3-Mann-Unternehmen unterwegs ist oder heute für 55 Mitarbeiter und den dahinterstehenden Familien die Verantwortung trägt. Das ist ein ganz anderes Gefühl.

Welche Entwicklung hat das Unternehmen in den letzten 30 Jahren genommen?

Hofmeister:
Von einem 1-Mann-Entwicklungsunternehmen sind wir zu einem Team von Entwicklern, Produktgestaltern und Unternehmenslenkern gewachsen. Auch unser Umfeld hat sich in den letzten 30 Jahren deutlich verändert. Wir begleiten heute Kunden in komplexen IT-Umgebungen, damals haben wir in lokalen Umgebungen Lösungen bereitgestellt. Heute stellen wir internationale Lösungen für Kunden weltweit bereit die über viele Standorte hinweg interne Mitarbeiter und tausende von Nutzer rund um das Thema Ersatzteile und interaktive Ersatzteilkataloge bedienen.

Deifel:
Wir hatten das Glück, dass der Markt uns Zeit gelassen hat uns zu entwickeln. Nach Interleaf und DMS konnten wir das Projekt interaktive Ersatzteilkataloge angehen und uns mit PARTS-PUBLISHER zum Marktführer etablieren. Wir konnten das Wachstum anderer Firmen beobachten und können jetzt strategisch gut agieren und unsere interne Organisation entsprechend anpassen.

  • 30

    Jahre

    … entwickelt Docware Softwarelösungen, die passgenau auf die individuellen Bedürfnisse der Kunden abgestimmt sind.

  • 1

    Basisprogramm

    Zukunftssicher: Basierend auf der selbstentwickelten, modular aufgebauten Standardsoftware PARTS-PUBLISHER kann Docware spezielle Lösungen für Hersteller, Distributoren, Händler und Servicepartner der Fertigungsindustrie aller Branchen entwickeln.

  • 30

    Jahre Erfahrung

    Ermöglichen eine verlässliche, partnerschaftliche und lösungsorientierte Prozessoptimierung. Docware kennt die Prozesse, die Kunden benötigen und kann sofort handeln.

  • 350

    Unternehmen weltweit

    Mehr als 100.000 Servicetechniker sind zufriedene Anwender der Standardsoftware PARTS-PUBLISHER.

  • 55

    Mitarbeiter

    und Mitarbeiterinnen mit fundierten Kompetenzen und Know-how im After-Sales-Service bilden ein erfolgreiches Arbeitsteam.

Laut Kundenumfrage würden 93% ihrer Kunden die Ersatzteilkatalog-Software PARTS-PUBLISHER weiterempfehlen. Wie zufrieden sind Sie mit den Ergebnissen und was bedeutet das für Sie und das Unternehmen?

Deifel:
Wir freuen uns über das positive Feedback unserer Kunden! Doch wir müssen die Qualität unserer Software und Dienstleistung immer hochhalten und schauen, dass wir uns nie zufriedengeben.

Hofmeister:
Das ist für uns ein ganz klarer Ansporn aus den 93% deutlich mehr zu machen. Wir müssen weiterhin im Dialog mit unseren Kunden bleiben, denn Zufriedenheit ist immer eine Momentaufnahme. Das Entscheidende ist, dass wir weiter daran arbeiten. Kundenzufriedenheit und Servicequalität sind zentrale Themen. Wir möchten, dass alle unsere Kunden mit unserem Produkt und Support zufrieden sind. Unser Ziel muss es sein die Erwartungen aller Kunden zu erfüllen. Eine neue Kundenbefragung läuft übrigens gerade.

Wie positioniert sich Docware heute auf dem Markt?

Hofmeister:
Die Docware GmbH ist spezialisiert auf die Entwicklung von Softwarelösungen für das Management von Service- und Ersatzteilinformationen von Industrieunternehmen aller Branchen. Wir befinden uns auf einem globalen Nischen-Markt für elektronische Teilekataloge und digitale Service-Informationssysteme der keinen globalen Marktführer vorweist.

Docware nimmt eine Spitzenposition als marktführender Anbieter ein. Denn unsere Software ist ein international erprobtes und leistungsfähiges Standard-Produkt, welches weltweit anerkannt ist. Der Markt rund um Ersatzteile bietet ein hohes Potential, doch gibt es für Docware nur wenige lokale Wettbewerber, deshalb sind unsere Marktchancen auch weiterhin positiv zu bewerten.

Welche Trends sehen Sie auf dem Markt?

Hofmeister:
Die aktuellen Trend-Themen die mit der Digitalisierung einhergehen machen auch vor uns und unserm Markt nicht halt. Vor allem Industrie 4.0 mit vernetzten Industrielösungen und Internet of Things ist besonders spannend. Dazu kommen die Hypes um Big Data, Cloud-Lösungen, 3D Print, Augmented Reality und die Übernahme von B2C Anforderungen auf B2B-Lösungen, und das auf allen Geräteklassen. Wir begleiten diese Trends mit unseren Entwicklungen basierend auf verfügbar nachhaltigen Basistechnologien. Damit ermöglichen wir unseren Kunden die Trends in der aktuellen Umgebung unseres Produktes zu bedienen.

Deifel:
Wir versuchen diesen „Trendthemen“ für uns umsetzbare Definitionen zu geben. Dadurch ist sichergestellt, dass wir diese Trendthemen innovativ und nachhaltig bedienen und somit den Markt aktiv mitgestalten.

Sie interessieren sich für weitere Blogbeiträge?

Zur Newsübersicht