Interview mit 2 Werkstudenten

Werkstudenten sind besonders in Universitätsstädten sehr beliebte Arbeitskräfte. Aber einen Werkstudenten zu beschäftigen hat nicht nur für ein Unternehmen Vorteile. 

Momentan beschäftigen wir bei Docware zwei Werkstudenten. Marina N. (MNo) im Marketing und Florence R. (FR) in der Softwareentwicklung. Ich habe mir die beiden geschnappt und mit ihnen über ihre Sichtweisen und Arbeitsalltag gesprochen.

Stellt euch doch einmal kurz vor.

Marina:
Ich studiere Wirtschaftswissenschaften im Bachelor an der FAU in Nürnberg und bin jetzt seit einem Jahr bei Docware als Werkstudentin tätig.

Florence:
Ich schreibe momentan an meiner Masterarbeit über Künstliche Intelligenz an der Uni Bamberg. Und bin auch seit ca. einem Jahr bei Docware.

Schon ein Jahr, dann hoffe ich, es gefällt euch hier?

MNo:
ich denke ich kann für uns beide sprechen, und sagen, dass es uns sehr gut hier gefällt

Das freut mich. Habt ihr schon einen Plan, wie es nach eurem Studium weitergeht? Und zieht ihr dabei Docware auch in Betracht?

FR:
Also ich habe heute meinen Arbeitsvertrag abgeholt und muss ihn nur noch unterschreiben! Das heißt, nach Abgabe meiner Masterarbeit und einem freien Monat fange ich erst einmal hier als Softwareentwickler an.

MNo:
Am liebsten würde ich gerne weiter im Marketing arbeiten und auch bei Docware anfangen. Nicht nur wegen des Aufgabengebiets, sondern auch wegen dem Team. Das ist mir in diesem Jahr sehr ans Herz gewachsen.

FR:
Für mich ist es auch nach meinem Studium erst einmal wichtig und richtig weiter in der Softwareentwicklung zu arbeiten. Aber ich kann mir sehr gut vorstellen, irgendwann noch eine andere Richtung einzuschlagen und etwas ganz Anderes auszuprobieren. Aber zum Einstieg nach dem Studium ist Docware für mich prädestiniert.

Wie machst du das für dich aus, dass Docware dir einen guten Einstieg in das Arbeitsleben bietet?

FR:
Als Werkstudentin bekomme ich schon sehr viel mit und bin in einem super Team integriert worden. Es entfällt eine langwierige Einarbeitungszeit, deshalb war es für mich ein logischer Schritt nach dem Studium hier weiter zu arbeiten.

MNo:
Noch bin ich nicht so weit wie Florence, aber auch mir bietet Docware schon jetzt super Chancen. Obwohl ich „nur“ Werkstudentin bin habe ich die Chance Verantwortung zu übernehmen. Ich kann viel dazulernen und mich weiterentwickeln. Ich darf genauso zu unseren Themen beisteuern, wie auch Vollzeitmitarbeiter und werde sogar dazu ermutigt, mitzudenken. Ich habe auch eigene Projekte, für die ich die Verantwortung trage und stetig daran arbeite. Wenn ich neue Ideen habe, sind sie hier sehr willkommen. Ich kann mich immer darauf verlassen, dass mein Team hinter mir steht.

Hier bekommt man praktische Erfahrung zu bestimmten Themen, die man sonst nur in der Theorie kennenlernt, wie zum Beispiel SCRUM. 

Florence Rat

Konntet ihr studienunabhängig von eurer Tätigkeit als Werkstudent etwas lernen, mitnehmen?

MNo:
Ich habe viele banale Dinge gelernt, wie zum Beispiel ein Firmenalltag aussieht, wie Termine koordiniert werden, wie Meetings ablaufen oder wie Präsentationen richtig erstellt werden. Ich habe gelernt, was es heißt, wirklich richtig zu argumentieren und was man dafür braucht. Ich habe gelernt richtig Kritik auszuüben, und auch selber Kritik anzunehmen und umzusetzen. Zusätzlich habe ich auch gelernt, Verantwortung zu übernehmen, mich selbst richtig zu koordinieren und die Zeit sinnvoll zu planen, was man definitiv auch im Studium braucht. Grundsätzlich kann ich sagen, dass ich in diesem Jahr viel an meinen Aufgaben gewachsen bin und auch angefangen habe anders zu denken.

FR:
Ich konnte neue Tools benutzen, die ich im Studium nie kennengelernt hätte und habe mein Programmieren sehr verbessert. Außerdem habe ich auch gelernt, was es bedeutet agil zu arbeiten. Nicht nur nach SCRUM, sondern auch im Projekt. Außerdem was es bedeutet im Team zu arbeiten, in dem aber die Verantwortung auf das ganze Team fällt und nicht von oben herab. Hier ist bei uns „Selbst“-Verantwortung ganz wichtig.

Neben dem, dass ihr offensichtlich einen Blick in das Arbeitsleben werft, wie hat, bzw. hilft euch die Tätigkeit bei eurem Studium?

MNo:
Mein Studium ist doch sehr theoriebelastet. Meine Arbeit hilft mir nicht das Interesse an der Thematik zu verlieren. Denn ich bin eher ein praktischer Mensch und möchte das Gelesene in der Praxis sehen. Das war auch ein wichtiger Grund für mich als Werkstudentin zu arbeiten. Ich kann themennah die Praxis erleben und sehe so auch, wo die Theorie wirklich zur Praxis wird. Ich bin der Meinung, dass einem die Uni vieles beibringen kann, aber es hilft alles nichts, ohne es in der Praxis zu sehen.

FR:
Bei mir ist es ähnlich. Hier bekommt man praktische Erfahrung zu bestimmten Themen, die man sonst nur in der Theorie kennenlernt, wie zum Beispiel SCRUM. Zudem habe ich hier die Möglichkeit mehr an meinem Coding zu üben und routinierter zu werden. Außerdem hilft es, dass man ein Gehalt bezieht.“ 

Das heißt ihr beide arbeitet sehr themennah zu eurem Studium?

MNo:
Genau. Auch im Studium ist mein Schwerpunkt das Marketing. 

FR:
Kommt definitiv auf die Studienfächer an. Für Programmierkurse oder Softwareengineering ist die Tätigkeit hier ideal. Aber für KI leider noch nicht, aber das kommt vielleicht noch! Die Branche entwickelt sich ja weiter und da hat Docware durchaus Potential, z.B. im Bereich Augmented Reality.

Hattet ihr schon Jobs vor eurer aktuellen Werkstudentenstelle?

FR:
Ich war Tutor an der Uni und Assistenz bei einem Programm-Management an der Uni. Außerdem hatte ich ein Praktikum in einer Kulturinstitution.

MNo:
Ja, Promojobs und einen auf 450 €- Basis in einer Rechtsanwaltskanzlei.

Unterscheiden diese Jobs sich sehr von dem, was ihr jetzt macht?

FR:
Definitiv. Ich hatte mit ganz anderen Themen und Aufgabenfeldern zu tun. Kein praktischer Bezug zur Informatik, sondern eher Lehrtätigkeit und Projektmanagement.

MNo:
Die Unterschiede sind ganz klar. Jetzt verschwende ich meine Zeit nicht für einen Job, der mir in Zukunft nichts bringt. Denn durch die WS-Stelle kann ich sowohl Kontakte knüpfen, als auch viel Erfahrung sammeln. In der Kanzlei habe ich nur zugearbeitet. Die Promojobs waren alle auf selbständiger Basis. Das ist eigentlich das absolute Gegenteil von dem jetzigen Job. In den Promotionjobs hat man natürlich eine andere Verantwortung. Man muss sich selbständig um neue Aufträge kümmern und Rechnungen stellen. Das unterschätzen viele und es nimmt wahnsinnig viel Zeit in Anspruch.

Trotz des hohen Zeitanspruchs, konntest du Studium und Job nicht viel flexibler vereinen, als bei einem festen Angestelltenverhältnis?

MNo:
Man könnte jetzt sagen, Promotionjobs sind flexibler. Natürlich sind sie das auf eine gewisse Art und Weise. Doch wenn man die richtige Firma gefunden hat, dann kann man auch hier flexibel sein. Docware nimmt beispielsweise auf mich und mein Studium Rücksicht. Ich arbeite 15 Stunden die Woche, weshalb ich normalerweise zwei Mal die Woche da bin. Hier haben wir aber den Vorteil des Gleitzeitmodells. Das bedeutet, ich kann kommen und gehen wann ich will. Hauptsache ich habe am Ende des Monats meine Stunden abgearbeitet. Dabei kann ich auch an einem Tag länger bleiben und dafür an einem anderen Tag früher gehen. Denn ich darf meine Überstunden einfach abarbeiten. Das hilft mir natürlich enorm. Denn ich habe nicht nur Urlaub, den ich mir beispielsweise im Sommer nehmen kann. Sondern auch Überstunden, sodass ich während der Prüfungsphase weniger arbeiten muss und mir nicht mal den Urlaub dafür nehmen muss.

FR:
Ich kann auch meine Tage und Stunden selbst bestimmen, da sind meine Kollegen auch ganz offen. Zusätzlich bietet Docware auch Homeoffice-Plätze an. Das vereinfacht auch vieles. Da muss ich nicht immer aus Bamberg nach Fürth fahren, sondern einfach von zu Hause meine Arbeit machen. Oder kann virtuell an Meetings teilnehmen. Auch in Prüfungsphasen kann ich ganz flexibel meine Stundenanzahl reduzieren und später wieder erhöhen.

Was gefällt euch an eurer jetzigen Tätigkeit am besten?

MNo:
Am besten gefällt mir, dass ich Erfahrung sammle, die mir für die Zukunft auch etwas bringt. Und mir gefällt auch sehr die familiäre Atmosphäre bei uns. Daran denkt man oft gar nicht, aber, wenn man es einmal erlebt hat, dann will man gar nicht anders arbeiten.“

FR:
Mir geht es ähnlich. Ich erhalte hier Einblick in den tatsächlichen Beruf, weg von Theorie an der Uni. Dazu kommt noch die Coding Routine und Einarbeitung in neue Themen. Und jetzt nochmal ein Shout-Out an alle meine Kollegen. Ich kann immer auf ihre Unterstützung und Hilfe zählen. Und obwohl ich „nur“ ein Werkstudent bin werde ich trotzdem als vollwertiges Teammitglied anerkannt und muss keine „Hilfsarbeiten“ machen, sondern arbeite an Kundenprojekten und der Standardentwicklung mit. Das heißt ich nehme auch an allen relevanten Meetings teil und muss meinen Teil natürlich auch schon präsentieren.“

So jetzt haben wir es gleich geschafft, die letzten drei Fragen.
Wie habt ihr von Docware gehört?

MNo:
Über ein Familienmitglied.

FR:
Ich habe euch auf der Akademika 2017 kennengelernt, einer Jobmesse in Nürnberg.

Job oder Studium?

MNo:
Nachdem ich jetzt nun seit einem Jahr in den Joballtag reinschnuppere kann ich für mich sagen, dass ich inzwischen lieber arbeite, als in der Uni zu sein.

FR:
Beides. Weiterbildung ist in der Informatik super wichtig, weil das Gebiet so schnelllebig ist.

Ich darf genauso zu unseren Themen beisteuern, wie auch Vollzeitmitarbeiter, und werde sogar dazu ermutigt mitzudenken. [...] Wenn ich neue Ideen habe, sind sie hier sehr willkommen.

Marina Novik

Wieso Docware?

MNo:
Viele meiner Kommilitonen und Freunden streben eine Werkstudentenstelle in einem großen, bekannten bzw. namenhaften Unternehmen an. Doch wenn ich dann vergleiche, wie unsere Bedingungen sind, kann ich es überhaupt nicht verstehen. Es gibt so viele Vorteile, in einer mittelständischen Firma zu arbeiten. Ich kenne meine Kollegen und wir haben eine offene und familiäre Atmosphäre. Wir unterstützen uns in der Arbeit und verstehen uns auch privat sehr gut. Das wichtigste ist: Man geht nicht unter. Ich habe von vielen gehört, dass sie dann den ganzen Tag nichts zu tun haben und es auch niemanden interessiert. Das bedeutet aber auch im Umkehrschluss, dass man nichts dabei lernt und auch nichts aus dieser möglichen Erfahrung mitnehmen kann. Da kann ich auch zu Hause sitzen und nichts tun. Das ist meiner Meinung nach nicht der Sinn einer Werkstudentenstelle.

FR:
Ich wollte damals eine Stelle finden, in der ich mehr als nur ein paar kleine Hilfsarbeiten machen kann. Viele von meinen Freunden arbeiten auch bei großen Konzernen und da kann es durchaus mal der Fall sein, dass man wirklich nur Bugs fixed oder nur andere kleine Aufgaben machen kann. Bei einem kleineren Unternehmen dachte ich, dass die Chancen dort vielleicht größer sind, sich richtig einzuarbeiten. Das stimmt hier für Docware tatsächlich! Außerdem ist die Atmosphäre mit den Kollegen hier super! Einige sind schon länger dabei, aber es gibt trotzdem immer mal wieder neue Leute! Auch neben der Arbeit wird mal etwas unternommen, z.B. Stammtische, Verabredungen zum Sport oder größere Events. Vor allem aber suchen sich kleinere Firmen mit den Werkstudenten aber auch potenzielle Mitarbeiter. Dadurch wird man hier direkt eingebunden und bekommt Aufmerksamkeit. Man ist einfach ein ganz normales Teammitglied wie jeder andere auch!

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